Führen war gestern coachen ist heute – Leadership in einer agilen Arbeitswelt

Lean Management, agile Führung und die Scrum Methode – wer sich ein modernes Unternehmen nennen möchte, bei dem fallen diese Stichworte in zurzeit in jedem Management Meeting. Das gilt nicht nur für etablierte Unternehmen oder Konzerne, besonders Start-Up’s haben die Motivation, sich innovativer Tools zu bedienen, um ihr Business möglichst effektiv skalieren zu können. Doch was steckt hinter diesen Schlagwörtern, was bewegt Unternehmen dazu, diese Ideen zu proklamieren und sich wenigstens so weit fortzubilden, um mitreden zu können? Der Anschluss könnte ja verpasst werden… und wird er in der Realität auch.

Was heißt überhaupt agil?

Das Wort agil hat seinen Ursprung im lateinischen ‚agilis‘ und bedeutet:
“von großer Beweglichkeit zeugend, regsam und wendig“.

Übertragen auf ein Unternehmen bedeutet es, sich schnell und erfolgreich an veränderte Umweltbedingungen anpassen zu können. So weit so gut. Doch was heißt das explizit?
Für moderne Unternehmensstrukturen bedeutet das weg von der klassischen Linienorganisation und hin zu selbstorganisierten Teams.

Agile Teams

Die klassische Unternehmensführung hat nach dem Top-Down Prinzip agiert und geführt. Innerhalb agiler Unternehmensorganisation gilt jedoch ein verändertes Führungsverständnis resultierend aus der zunehmenden Gliederung nach agilen Teams. Konkret bedeutet dies, dass Mitarbeiter innerhalb ihres Teams zu Selbstorganisation und Eigenverantwortung aufgefordert werden. Hier greift das Prinzip von flachen Hierarchien.

Wofür dann noch Führungskräfte?

Dieser Ansatz darf jedoch keineswegs dahin missverstanden werden, dass Führungskräfte überholt und unnötig seien, denn agile Strukturen lösen weder die Führungskräfte ab, noch machen sie eine Basis aus Regeln unersetzbar. Eine Führungskraft fungiert in diesem Organisationsaufbau als Coach. Sie ist für die Entwicklung der Mitarbeiter zuständig und legt die langfristigen Ziele für die Mitarbeiter fest. Die Führungskraft steht bei Rückfragen zur Verfügung. Jedoch sollte sie keine Musterlösungen präsentieren, sondern Mitarbeiter bei der Problemlösung unterstützen. Zudem gilt es nicht nur den Einzelnen zu fördern, sondern die Innovations- und Leistungsstärke des Teams als Ganzes. Es lässt sich also festhalten: Auch selbstorganisierte Teams brauchen Führung.

Fazit

Ein agiler Führungsstil hat sich bereits in vielen Unternehmen bewertet. Die Selbstorganisation von einzelnen oder dem gesamten Team kann viele Vorteile mit sich bringen.